Der Musikverein Konkordia Mauren hat sich über die vergangenen 150 Jahre von einer kleinen Bläsergruppe zu einem musikalisch hochklassigen und geselligen Verein mit über 60 Mitgliedern entwickelt.  

1870

Mündlichen Überlieferungen zufolge bildete sich in Mauren um 1865 eine kleine Bläsergruppe, die zum gemeinsamen Spiel zusammenfand und zum Tanz aufspielte. Daraus formierte sich 1870 der Musikverein Konkordia Mauren, der als Musikverein Cäcilia gegründet wurde. Angeführt wurde der kleine, aber hoffnungsvolle Verein von Lehrer Franz Joseph Oehri. Als allgemeines Erkennungszeichen diente über lange Jahre ein dunkler Lodenhut, den eine schmucke Hahnenfeder zierte. 

1870
1889

Jakob Marock übernahm die musikalische Leitung. Die Cäcilia wurde im Volksmund nach ihrem Kapellmeister auch Joggeli-Musik genannt. In dieser ersten Blütezeit gehörten dem Verein bereits 18 Mitglieder an. 

1889
1895

Kurz vor der Jahrhundertwende bildete sich innerhalb des Vereins eine sehr aktive Tanzkapelle, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit auftrat. Die Entwicklung des Musikvereins wurde dadurch so stark beeinträchtigt, dass der Verein aufgelöst wurde, nachdem noch eine Zeit lang zwei Kapellen, die so genannte Joggeli- und die Hirschwürtli-Musik nebeneinander auftraten. 

1895
1901

Auf Initiative einiger Musikanten, meist früherer Mitglieder, konnte der Verein, der sich neu den Namen Konkordia gab, bald an seine früheren Leistungen anknüpfen. 

1901
1913

Konnte nach einer privaten Bürgschaft durch das langjährige Vorstandsmitglied Eduard Marxer eine einheitliche Kleidung, ein grüner Rock mit Federhut, für 25 Vereinsmitglieder beschafft werden. 

1913
1932

In den folgenden Jahren wurde der Verein von verschiedenen Personen musikalisch geleitet. 1932 holte sich die Konkordia bei einem Wettbewerb in Triesenberg den ersten Lorbeerkranz in der Unterstufe. 

1932
1941

Bis 1946 leitete Arthur Schreiber den Verein trotz der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse mit viel Umsicht und Geschick. Während der Kriegsjahre verzeichnete die Konkordia einen stark abnehmenden Mitgliederbestand. 

1941
1948/1954

Die feldgrauen Uniformen, die dank grosszügiger Unterstützung der Bevölkerung angeschafft werden konnten, trugen in erheblichem Masse zur Aufwärtsentwicklung bei. 1954 erhielt der Verein zudem eine neue, schmucke Vereinsfahne, gestiftet von der Fahnenpatin Rita Bühler. 

1948/1954
1960

bis 2006 leitete Kapellmeister Prof. Edwin Malin aus Satteins die musikalischen Geschicke des Vereins. Dieser jüngeren, sehr stark durch die musikalischen Fähigkeiten des Kapellmeisters geprägten Periode folgten mehrere musikalische Erfolge. 

1960
1962

erwarb der Verein mit grosszügiger Unterstützung von Industrie, Gewerbe und der Bevölkerung die dunkelblaue Uniform. 

1962
1968

Präsentation der Jugendkapelle in geschlossener, vollständiger Formation, die mit einem eigenen, musikalischen Programm auftreten konnte. Die Jugendkapelle hatte sich bald einen hervorragenden Namen gemacht und war auch im Ausland ein sehr gern gesehener und gefragter Gast. Nach späteren, wiederholten, gemeinsamen Auftritten mit der Konkordia war der Wunsch naheliegend, die Mitglieder der Jugendkapelle in den Verein zu integrieren, was dann 1979 stattfand, sodass der Musikverein sprunghaft auf über 50 Mitglieder anwuchs. 

1968
1974

Zu sehr heftigen Diskussionen führte das Vorhaben zur Neueinkleidung der Musikanten; galt es doch zwischen Uniform und Tracht zu wählen. Eine gelungene Farbenintegration in Kombination der Gemeinde- und Landesfarben der neuen Tracht bewog die Mitglieder, sich schlussendlich nach hartem Pro und Contra mit einer knappen Stimmenmehrheit zur Tracht durchzuringen.  

1974
1987/1989

setzte sich die Konkordia ein musikalisch sehr hohes Ziel. Zum ersten Mal seit Bestehen des Vereins wagte man sich an eine Schallplattenaufnahme. 1989 übergab Fahnenpatin Rita Batliner-Bühler in enger freundschaftlicher Verbundenheit bei einem würdigen Festakt die schmucke neue Vereinsfahne an den Fähnrich des Musikvereins.

1987/1989
1992-1997

1992 nahm die Konkordia am Musikwettbewerb in Strassburg teil und erspielte sich den 1.Rang, drei Jahre später folgte zum 125-jährigen Bestehen der Konkordia eine weitere Aufnahme auf CD. 1997 fand der internationale Wettbewerb für Amateurmusiker in Nyborg, Dänemark statt. Der Musikverein Konkordia Mauren wurde in der Kategorie Harmoniemusik mit dem 1. Rang ausgezeichnet. 

1992-1997
2001/2003

2001 wurde das erste Oktoberfest beim Festplatz am Weiherring mit grossem Erfolg durchgeführt und 2003 folgte das 56. Liechtensteinische Verbandsmusikfest am 16. und 17. Mai. Erstmals in den Hauptteil eingebunden waren alle Jugendmusiken des Landes.

2001/2003
2005

Erwähnenswerte musikalische Erfolge konnte der Musikverein auch in Dirlewang, Deutschland, und beim Konzertwertungsspiel des Liechtensteinischen Blasmusikverbands, anlässlich des Verbandsmusikfestes in Eschen, Liechtenstein, mit je einem 1.Rang mit Auszeichnung erspielen.

2005
2006

Nach 46 Jahren als Kapellmeister übergab Prof. Edwin Malin den Dirigentenstab an Thomas Witwer, der den Verein seither umsichtig leitet.

2006